27 Schlusswort - Sinnformative Lebenskunst

Vom Urknall
zur Erfahrung
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Schlusswort

 


Ein Blatt Papier bleibt ein Blatt Papier, auch wenn ein Schiffchen oder ein Flieger daraus gefaltet wurde. Unsere Gedanken und Wünsche falten die Ganzheit, formen und verwinden sie, krimpen sie in vielfältigster Weise für ein immer abenteuerlicheres Erleben. Inzwischen erkennen wir ein DU und ICH in den entstandenen Ecken, Winkeln und Rundungen – lange vergessen, dass wir diese durch unsere Sehnsucht selber formten. Doch seit Anbeginn gab es gewiss nur dieses eine Stück Papier, tief identisch mit dem, was diese erlebnissprudelnden Falten erzeugt hat.
 
Aufregend schöne Papierflieger zu bauen, ist eine wirklich große Kunst. Doch nie war es mehr als Kunst, aber auch nie weniger. Kunst bleibt Kunst, auch wenn sie uns alternativlos erscheint. Zudem gibt es auch keine Vorschriften und niemanden, der ernsthaft meckern darf, denn die Kunst ist frei! Auch du bist frei, bist Künstler und Kunstwerk zugleich.

Ich möchte dir Mut machen, das zu entfalten, was tief in dir steckt. Obwohl alles erlaubt ist, möchte ich dich dennoch bitten, dass du dir liebevolle Mühe gibst beim Knicken und Falten, es zärtlich machst, damit es schön wird, unser gemeinsames Kunstwerk, unser gemeinsames Hier und Jetzt, genau in diesem Moment – und lasst uns dabei freudig in die Augen schauen und uns trösten, wenn mal etwas beängstigend schief gerät: Fürchte dich nicht, denn es ist alles nur Kunst!

Wie unser Kunstwerk letztendlich aussehen wird, wissen wir nicht. Aber es ist zutiefst unser eigenes – selbstgemacht und selbst gestaltet. Und darauf dürfen wir zu Recht stolz sein, egal wie es aussieht.

Irgendwann ist er dann da, der Tag, an dem sich unsere Erlebnis-Kunst-Blüte voll entfaltet hat. Ich sehe uns schon da stehen, in unserer eigenen Vernissage vor all den neugierigen Besuchern, die wir selber sind, mit einem Glas Sekt in der Hand und sagen: „Ja, WIR waren es – WIR haben es gemacht! Es war kein einfacher Weg, bis das Ding fertig war – streckenweise sogar sehr beängstigend (erinnert ihr euch noch an Covid-19?), aber auch lustig – ja, was haben wir gelacht, aber auch geweint und geflucht, und langweilig war es oft, auch und anstrengend, und zum Fürchten und zum Gruseln – aber auch aufregend und wunderschön. Ja, und das „miteinander machen“ war eigentlich das Beste!“

Und auch der große, alte Mann mit dem langen weißen Bart in der Ecke des Raumes nippt bedächtig an seinem Sektglas, schaut uns eine Weile nachdenklich an, um dann zustimmend zu nicken: „Ja, genau so war es.“

Christoph Heinzel



Christoph Heinzel
45527 Hattingen

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