01 Es geht nur um Erfahrung - Sinnformative Lebenskunst

Vom Urknall
zur Erfahrung
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Geht es bei allem immer nur um die Erfahrung?

Wenn wir die Nachrichten einschalten und mit den Problemen der Welt überschüttet werden, ist es uns selten bewusst:
Selbst die allerwichtigste Handlung für das allerhöchste Ziel dient scheinbar letztendlich einer Erfahrung!
 


Ob wir uns verlieben, mit einem Sportwagen über die Autobahn sausen, nach fremden Galaxien Ausschau halten, Blumen auf Frühlingswiesen pflücken oder jetzt nun dringend nach Lösungen für diese schreckliche Corona-Kriese suchen - letztendlich geht es wahrscheinlich immer nur* um Erfahrungen (das Erleben von Informationen).

Betrachtet man die Evolution mit Abstand, so kann man beobachten, dass die Erfahrungsmöglichkeiten seit den ersten Einzellern auf diesem Planeten immer komplexer werden und jetzt, in unseren modernen Zeiten förmlich explodieren. Hat man einmal das Erleben an sich in den absoluten Mittelpunkt gerückt (denn nichts scheint elementarer), erkennt man in der Evolution den geheinmisvollen Motor zur Produktion eben dieser Erfahrungen. Die vielen, unterschiedlich erlebbaren Inhalte spielen dabei nur* eine untergeordnete Rolle. Für das Verständnis des Ganzen sollten wir diese deshalb zunächst einmal in den Hintergrund stellen.

*Dieses fettgedruckte „nur*“ ist bewusst zweideutig gemeint!
Erstens, möchte es klar machen, dass wirklich nichts wichtiger und elementarer ist: Erleben ist der Urzweck des Seins.
Zweitens soll es eine herabwürdigende Komponente haben, im Sinne von: „Was ist schon erleben!“ oder „Was bedeutet es schon, Erfahrungen zu machen!“

Obwohl es aus menschlicher Sicht keine Alternative zum Erleben zu geben scheint, schafft diese „Abwertung“ die nötige Distanz, um die zugrunde liegenden Funktionen erkunden zu können.

Du hast Probleme mit diesem zweiten Punkt? Du verstehst nicht, wenn da Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, Kinder missbraucht werden, die Klimaerwärmung tödliche Stürme an die Küsten peitscht, oder jetzt sogar tausende Menschen qualvoll an Folgen von Covid-19-Vieren sterben, wie da jemand lapidar sagen kann: „All das sind halt auch nur Erfahrungen oder gar nur erlebbare Informationen!“?
Aus der Alltagssicht eines Erlebenden, hast du völlig Recht! Wir haben ja sonst nichts! Erleben ist alternativlos! Deshalb kämpfen wir für gute Erfahrungen und versuchen schreckliche tunlichst zu vermeiden - oder besser noch: für immer zu verbannen, wenn soetwas denn möglich wäre.

Aber trotz dem! Um zu erkennen, was sich hinter dieser Flut von schönen und scheußlichen Erlebnissen verbirgt, ist gerade das Verständnis für dieses distanzierende "nur" extrem wichtig.

Die folgenden vier Betrachtungen sind hilfreich, um mehr Abstand zu erreichen:


Betrachtung mit Abstand
Folge mir einmal gedanklich ins Weltall und betrachte mit mir unsere Erdkugel aus der Distanz. Wie geht es ihr und dem Erleben dort? Gab es jemals zuvor (trotz Covid-19) so viele satte und gesunde Menschen? Lebten jemals zuvor so große Teile der Bevölkerung in einer derartig geborgenen Sicherheit? Gab es jemals zuvor so viele interessante Dinge in einer derartigen Fülle und Vielfalt zu erleben? Seit mindestens 3.430 Millionen Jahren findet auf unserem Planeten Erleben erfolgreich statt - und das ohne Unterbrechung: Eine absolute Erfolgsgeschichte, die auch nach Corona eine spannende Fortsetzung finden wird.



Betrachtung allumfassend
Versuche einmal, die Emotionen aller Lebewesen auf diesem Planeten gleichzeitig zu empfinden.
Wie fühlt sich das an?
Da sind gerade viele milliarden Lebewesen verliebt. Tiere, wie Hunde, Delphine und Elefanten haben nun Hunger. Da trainieren trotzdem Schwimmer, Skifahrer und Golfspieler für Weltmeisterschaften. Räuber nutzen die schwierigen Zeiten überfallen genau in diesem Moment Tankstellen und Supermärkte. Milliarden von Menschen und Tieren erleben gerade in diesem Moment sexuelle Ekstasen! Abermilliarden Lebewesen träumen soeben schreckliche Sachen oder auch wunderbares. Tausende Kinder werden genau gerade in dieser Minute missbraucht. Unmengen Lebewesen haben in dieser Sekunde große Angst vor irgendetwas. Und bestimmt sehr viele freuen sich soeben über ein Geschenk, oder ärgern sich, weil ihnen gerade etwas weg genommen wurde. Wie fühlt sich das alles zusammen an? Gut? Schlecht? Neutral? Leer? Was bedeutet da eine Ekstase oder ein Horror-Erlebnis mehr oder weniger?


Betrachtung als Erlebnis-Kunstwerk
Stell dir vor, du selbst hättest dieses Universum geschaffen und dafür den Urknall ausgelöst, damit es für dich überraschende Erlebnisse produziert (dein Kino).
Du könntest alles erleben, was dieses "Entertainment-Kunstwerk" auch immer hervorbringt. Es wäre dir möglich durch beliebige Augen zu schauen und in jede Rolle zu schlüpfen, die du da vorfindest. Du könntest als Schmetterling fliegen oder als Tangotänzer Pokale gewinnen. Dich in amouröse Abenteuer stürzen oder als Regenwurm durch Erdschichten kriechen.

Wärest du mit deinem gesamt-Kunstwerk (unserem heutigen Universum) zufrieden? Würdest du auch in Rollen schlüpfen, die etwas gruseliger sind (Täter, Opfer)? Würdest du dir das nur oberflächlich anschauen wollen, oder so richtig intensiv? (Bedenke: So lange du dabei immer weißt, dass du der Schöpfer und Initiator der ganzen Sache bist, kannst du dich nicht wirklich wie ein Regenwurm oder ein verliebter Mensch fühlen). Daher die ganz wichtige Frage: Würdest du zeitweilig auf das Wahrnehmen deiner wirklichen Identität als Schöpfer verzichten, damit sich all diese erlebbaren Rollen wirklich authentisch anfühlen? (Mehr hier zu später im Modell "Kino ohne Grenzen")


Betrachtung ohne Inhalt

Das mit Abstand wirklich aller Beste, um den Wert von Erfahrungen einmal ganz neu einzuschätzen ist, vorübergehend einmal komplett auf sie zu verzichten.

Wie fühlt sich ein Erleben ohne Inhalte und Bewertungen an?

Wie kann man soetwas erreichen?

(Hierzu später mehr im Modell "Erfahrung Leere")













Christoph Heinzel
45527 Hattingen

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