22 Religionen ohne Grenzen - Sinnformative Lebenskunst

Vom Urknall
zur Erfahrung
im Hier und Jetzt -
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Religionen ohne Grenzen
 
Seitdem das Leben begonnen hat darüber nachzudenken, wie es angenehmer, sicherer und erlebnisreicher zu gestalten wäre, gibt es auch Modelle, die versuchen, den großen Zusammenhang und dessen Ursachen zu beschreiben. Der Begriff „Religion“, (gemäß Wikipedia lateinisch religio ‚gewissenhafte Berücksichtigung‘, ‚Sorgfalt‘, zu lateinisch ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘, ursprünglich gemeint ist „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.“), ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente (überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte ist.

   

Die vielen, in den Jahrtausenden entstandenen Interpretationen, sind aufgrund der Entstehungszeit, der jeweiligen wissenschaftlichen Erkenntnisse und der regionalen Gegebenheiten natürlich sehr unterschiedlich. Meist stehen eine oder mehrere Gottheiten im Mittelpunkt. Andere Glaubensrichtungen wie zum Beispiel der Buddhismus kommen auch ohne aus. Streng genommen ist der Atheismus, die strickte Verneinung einer göttlichen Kraft natürlich auch eine Glaubensrichtung. Betrachtet man die vielen Angebote mit Blick auf ihr Ziel, wohlwollend Anleitung und Halt zu liefern, finden sich überall nachvollziehbar schöne Sichtweisen und Beschreibungen. In allen Religionen steckt Wahrheit und Weisheit, wenn man es schafft, den eigenen Blickwinkel offener und etwas "entgrenzter" auszurichten:

Ja, es gibt einen Gott!
 
Nein, es gibt keinen Gott, denn er ist unauffindbar und es ist alles nur Evolution!
 
Nein, es gibt kein Leben nach dem Tod, denn unser Film, unsere Rolle und unser Inhalt im Hier und Jetzt enden auf dem Sterbebett.
 
Ja, es gibt eine Wiedergeburt und neues Erleben, denn es entstehen immer wieder neue erlebbare Filme – Erleben ist eine Institution.
 
Ja, Jesus Christus ist die Verkörperung Gottes – das sind wir alle.
 
Ja, Mohamed ist der Prophet Gottes.
 
Ja, man soll sich von Gott kein Bild machen, weil ein Kunstwerk nur schwerlich seinen Künstler erkennen kann (wie sollte sich Opportunity ein Bild über uns Menschen machen?)
 
Ja, es ist uns geschenkt, frei erleben zu dürfen! (Erlebniskunst)
 
Ja, es ist sinnvoll, diesem Kreislauf aus Tod und Wiedergeburt zu entkommen, denn was ist schon Kino?!
 
Ja, es lohnt sich für seinen Glauben zu sterben, wenn es denn die eigene, aufregende Filmrolle so vorgesehen hat.
 
Ja, es warten 72 Jungfrauen im Himmel! Solche Erfahrungen wird unser Paradiesisches Erlebniskino bald ermöglichen.

Ja, es gibt eine Mutter Erde. Sie gebiert ständig neue Erlebniskinder.
 
Ja, die Sonne ist unser Gott – aus ihrem Licht und Staub bestehen wir.
 
Ja, die Erde wird einmal nicht mehr sein – umgegraben für eine immer größere Fülle an Erfahrung, tief verwandelt und in ihrer bisherigen Form nicht mehr existent.

Ja, die Geister der Verstorbenen umgeben uns alleine schon dadurch, weil ein jeder Mensch unverlierbar prägende Spuren in dieser Welt hinterlässt.
 
Ja, Kühe, Elefanten, Schweine, Affen und Bäume sind heilig! Genau wie wir tragen Tiere das göttliche Ziel in sich.
 
Ja, Pharaonen und Sonnenkönige standen den Göttern sehr nahe – ganz sicher!
 
Ja, es gibt ein jüngstes Gericht, an dem wir unserem Schöpfer Auge in Auge gegenüber stehen. Auf dem Höhepunkt der Vollendung wird unser tiefster Urgrund im höchsten Maße gegenwärtig sein.
 
Ja, es wartet ein Paradies auf uns, sobald wir es denn als eines solches erkannt haben.
 
Ja, es gibt eine Hölle, den Teufel und das Böse! (Gott sei Dank), Wollten wir wirklich auf diese zauberhaften Erfahrungen verzichten?
 
Ja, es gibt Schuld und Sünde! Möchten wir wirklich ohne Angst und Reue leben?
 
Ja, Jesus hat uns diese Schuld genommen, Wenn wir diese los sind, können wir unseren Weg liebevoll weitergehen und bejahend nach vorne blicken.
 
Ja, es ist vernünftig zu beten, zu beichten und sich geistig zu reinigen. Dafür lohnt sogar eine Pilgerfahrt nach Mekka (selbst für Christen, Nichtmuslime oder Atheisten).

Aber auch: Nein! Es lohnt sich definitiv überhaupt nicht, sich überhaupt mit Religion zu beschäftigen. Alles andere im realen Leben ist wirklich tausendfach wichtiger! Suche lieber nach neuen Medizintechniken um jetzt Covid-19 in den Griff zu bekommen und nach Erlebnismöglichkeiten, produziere gesunde Lebensmittel und baue Straßen, Kindergärten und doppelt so hohe Wolkenkratzer! Warum sollte sich ein Kunstwerk Gedanken über seinen Künstler und dessen Intentionen machen? Das ist wirklich absolute Zeitverschwendung!

Eines erscheint absolut sicher: Erleben ist gewollt! Kino ist gewollt!
 
Die Möglichkeit, Erfahrungen zu machen, ist eine unumstößliche, zutiefst erwünschte Eigenschaft dieses Universums und wahrscheinlich sogar der Urgrund für alles. Nichts ist elementarer! Alles andere ordnet sich dieser Interesse aller Interessen unter. Die Art der Inhalte spielt da zunächst einmal nur eine sekundäre Rolle. Und auch, ob es jemand gemacht hat oder wir es selbst waren, oder ob wir vielleicht sogar die einzigen sind, die zuschauen, ist für uns erst einmal nicht so wichtig. Egal, wer auch immer ursächlich dafür verantwortlich war oder ist: ER/ES/WIR wollte/n diesen anhaltend beständigen Erlebnisfluss.
 
Nun könnte man sich wünschen, dass sich unsere vielfältigen Religionen den neuen Gegebenheiten schneller anpassen und die bisher so vehement verteidigten Grenzen untereinander überdenken. Andererseits ist es aber auch fantastisch, dass es so viele erlebbar „bunte“ Glaubensmodelle gibt, und dass sie von ihren Anhängern so leidenschaftlich bewahrt werden. Menschen, die den wahren spirituellen Kern ihrer Religion begriffen haben und ihn liebend leben, sind angenehme und friedliche Zeitgenossen mit einer hohen Toleranz für anders Gläubige. Religion ist sexy und lohnt sich!

Christoph Heinzel
45527 Hattingen

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